Katzenversicherung

Arten und Tipps zur richtigen Katzenversicherung

Kranken- und Haftpflichtversicherungen sind für Menschen nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig. Hättest Du keine entsprechende Versicherung, würden im Unfall- oder Krankheitsfall immense finanzielle Probleme drohen. Etwas unklarer scheint die Lage beim geliebten Haustier, denn nur wenige wissen, dass sich eine Katzenversicherung im Notfall durchaus auszahlen kann.

Was ist eine Katzenversicherung?

Mit dem Begriff "Katzenversicherung" kann nicht nur eine Katzenkrankenversicherung, sondern auch eine Haftpflichtversicherung gemeint sein. Eine Pflichtversicherung, wie man sie vom Menschen kennt, gibt es für Katzen nicht.

Somit bleibt es dir als Haustierbesitzer selbst überlassen, ob Du deine Katze versichern lässt oder nicht. Ob und in welcher Form das Ganze Sinn macht, hängt im Wesentlichen von der Art der Versicherung ab. 

Haftpflichtversicherung Katze - Kostenübernahme bei Sach- und Personenschäden

Eine Tier-Haftpflichtversicherung bezieht sich auf Sach- und Personenschäden und dient dazu, Ansprüche Dritter abzudecken. Hat deine Katze einen anderen Menschen verletzt oder seinen Besitz beschädigt, springt die Haftpflichtversicherung Katze ein und übernimmt die Kosten für den daraus resultierenden Schaden.

Eine Tier-Haftpflichtversicherung kann für Hunde durchaus sinnvoll sein, da diese zweifelsohne in der Lage sind, größere Schäden wie Verkehrsunfälle zu verursachen oder Menschen so stark zu verletzen, dass sie eine teure Behandlung in Anspruch nehmen müssen. Etwas anders schaut es bei Katzen aus.

Egal, ob Freigänger oder Stubentiger - Katzen sind nicht dafür bekannt, großen Schaden anzurichten oder Menschen ernsthaft zu verletzen. Eine Haftpflichtversicherung Katze macht somit nur in den seltensten Fällen Sinn und sollte genau überdacht werden.

Dies gilt insbesondere dann, wenn Du privat versichert bist. Der Grund - Schäden, die von deiner Katze verursacht wurden, werden in der Regel von deiner privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. 

Krankenversicherung Katze - Kostenübernahme im Krankheitsfall

Deutlich sinnvoller kann eine Krankenversicherung Katze sein, denn im Krankheitsfall übernimmt sie die Kosten für Medizin, Behandlungen und Operationen. Doch Achtung - Die Leistungen der Katzen Versicherung können von Anbieter zu Anbieter variieren und sollten vor Abschluss gründlich überprüft werden.

Dazu kommt, dass sich Krankenversicherungen für die Katze in zwei Typen unterscheiden lassen. Zum einen gibt es die Vollversicherung, die ambulante und stationäre Eingriffe, Kosten für Medizin und Laboruntersuchungen sowie Operationen übernimmt.

Die Vollversicherung ähnelt somit der menschlichen Krankenversicherung, da sie sowohl die OP-Versicherung sowie sämtliche Tierarzt-Behandlungen mit einschließt. Abseits davon gibt es noch die sogenannte Operationsversicherung, die lediglich für die Kosten eines operativen Eingriffs aufkommt.

Ein Pluspunkt: Sollte deine Katze verunglücken oder aus sonstigen medizinischen Gründen in einer Tierklinik operiert werden müssen, werden aber nicht nur die Kosten für die OP, sondern auch für den gesamten Klinikaufenthalt sowie für die medizinische Nachsorge übernommen. 

Katzenkrankenversicherung

Wann und warum lohnt sich eine Katzenversicherung?

Wie bereits erwähnt ist eine Haftpflichtversicherung Katze nur in den seltensten Fällen vonnöten. Anders schaut es bei einer Versicherung Katze aus, die sich auf die medizinische Behandlung im Krankheitsfall bezieht. Klar ist, dass eine Katze im Unterhalt nicht viel Geld kostet.

Die Kosten für Futter, Zubehör, Kastration und notwendige Impfungen halten sich im Rahmen. Problematisch wird es erst dann, wenn deine Katze zum Tierarzt muss. Selbst die Behandlung eines einfachen Infekts kann bereits zwischen 100 und 200 Euro kosten.

Handelt es sich um eine ernsthafte oder gar chronische Erkrankung, schießen die Kosten oftmals ins unermessliche und lassen sich von kaum einem Katzenbesitzer aus eigener Tasche tragen.

Eine Katzenkrankenversicherung schützt vor hohen, unplanbaren Kosten und macht somit durchaus Sinn. Insbesondere dann, wenn Du eine Vollversicherung in Anspruch nimmst, kannst Du im Notfall darauf setzen, dass deine Katze jede Behandlung bekommt, die sie benötigt. 

Vorteile einer Katzenversicherung

Ein Beispiel, um dir die Vorteile einer Katzenkrankenversicherung vor Augen zu führen: Nehmen wir an, deine Katze erkrankt unbemerkt an einer Krebserkrankung. Ihr geht es zunehmend schlechter und Du suchst einen Tierarzt auf, um ihren Zustand kontrollieren zu lassen. Der Tierarzt entdeckt einen Tumor, der selbstverständlich schnellstmöglich herausoperiert werden muss.

Des Weiteren erfordert die Erkrankung eine medikamentöse Zusatztherapie sowie eine entsprechende Nachbehandlung, die sich über viele Monate erstrecken kann. Lässt Du deine Katze in vollem Umfang behandeln, um ihr Überleben bestmöglich zu sichern, kann dich die Behandlung mehrere Tausend Euro kosten.

Besitzt deine Katze hingegen eine Katzenversicherung, kann dich diese vor erheblichen finanziellen Engpässen bewahren und ihr Leben retten. Gut zu wissen: Natürlich zahlst Du für eine Katzen Versicherung monatliche Beiträge, allerdings stehen diese in keinem Verhältnis zu eventuellen Tierarzt- und Klinikkosten.

Je nach individuellem Leistungsumfang kannst Du eine Vollversicherung bereits ab knapp 15 bis 16 Euro in Anspruch nehmen. Eine reine OP-Versicherung ist noch günstiger und kostet in der Regel weniger als 10 Euro pro Monat. 

Freigänger vs. Stubentiger - Warum sich eine Katzenversicherung für alle Katzen lohnt

Eine Katzenkrankenversicherung lohnt sich sowohl für Freigänger, als auch für reine Wohnungskatzen. Warum? Wenn deine Katze ein Freigänger ist, wird sie Tag für Tag mit vielen Gefahren konfrontiert.

Damit ist jedoch nicht nur der Straßenverkehr gemeint. Stromert deine Katze regelmäßig durch die Gegend, kann sie sich mit diversen Krankheiten infizieren, verdorbenes Futter fressen oder von einem anderen Tier verletzt werden.

Allein die Kosten, die durch einen Verkehrsunfall entstehen und sich beispielsweise auf einen Beckenbruch beziehen, belaufen sich nicht selten auf 1.000 bis 2.000 Euro. Es müssen jedoch nicht immer nur dramatische Unfälle sein, die dich als Besitzer vor horrende Kosten stellen.

Selbst kleine Wunden und Verletzungen, die sich deine Katze beispielsweise im Kampf mit einem Marder, einem Hund oder einer anderen Katze zugezogen hat, sind oftmals behandlungsbedürftig. So kann das Nähen von Wunden bereits überaus teuer werden. Nicht selten ist aber auch eine entsprechende Nachsorge vonnöten, die dreistellige Kosten verursacht. 

Und jetzt die Wohnungskatze

Scheint die Sinnhaftigkeit einer Krankenversicherung Katze bei Freigängern durchaus gegeben zu sein, leuchtet nur wenigen Menschen ein, warum sie eine reine Wohnungskatze versichern lassen sollten. Auf den ersten Blick schaut es so aus, als hättest Du deine Katze stets im Blick und könntest kontrollieren, dass sie sich in einer möglichst sicheren Umgebung aufhält.

Doch Achtung - Auch eine Wohnungskatze kann dich vor immense finanzielle Herausforderungen stellen, wenn sie einmal krank wird. Gefahren lauern auch in Haus und Wohnung, denn Katzen sind sehr neugierig und können schnell einmal zwischen Tür oder Fenster eingeklemmt werden.

Daraus können gefährliche Quetschungen resultieren, die die Organe beschädigen und tierärtztlich versorgt werden müssen. Dazu kommt, dass Katzen leicht etwas verschlucken können - Sei es eine übersehene Glasscherbe oder eine kleine Schraube. Infolgedessen muss mit inneren Blutungen, Verletzungen des Magen-Darm-Trakts sowie Infektionen gerechnet werden, die ebenfalls dringend behandelt werden müssen.

Generell gilt außerdem: Eine Katze kann sich nicht nur im Freien, sondern auch in der Wohnung mit gefährlichen Viren und Bakterien anstecken. Oft genügen virale und bakterielle Spuren, die an den Schuhen haften und mit denen die Katze in Kontakt kommt, um sich eine Infektion einzufangen. 

Versicherung Katze - Leistungen und Unterschiede

Eine Katzenversicherung übernimmt, je nach Art und vertraglicher Vereinbarung, die Kosten für Operationen und für die tierärztliche Versorgung. Auch beim Tier gilt: Verschiedene Versicherungspolicen haben auch verschiedene Deckungs- und Beitragshöhen.

Übernommen werden lediglich die Kosten, die im Rahmen der vereinbarten Grenzen liegen. Fast identisch ist allerdings der Leistungsumfang der verschiedenen Versicherungstarife, der sich an der jeweiligen Versicherungsart orientiert.

Unterschiede lassen sich hingegen im Bezug auf die jeweilige Deckungshöhe, mögliche Zusatzleistungen und eine eventuelle Selbstbeteiligung feststellen. Auch der monatliche Beitrag kann von Anbieter zu Anbieter variieren und orientiert sich nicht zuletzt am Katzenalter, der Haltungsform und der gewünschten Laufzeit. 

Leistungen einer Katzen-Operationsversicherung

Eine Katzen-Operationsversicherung ist äußerst günstig, übernimmt im Gegensatz zur Katzen-Vollversicherung aber lediglich die Kosten für notwendige Operationen sowie für die damit in Zusammenhang stehenden Klinikaufenthalte und Nachbehandlungen.

Nicht mit inbegriffen sind die Kosten für Kastration und Sterilisation, denn dabei handelt es sich nicht um zwangsläufig notwendige Operationen. Nimmst Du eine Katzen-OP-Versicherung in Anspruch, musst Du die Kosten für Routineuntersuchungen und tierärztliche Behandlungen von Erkrankungen weiterhin in vollem Umfang selbst tragen. 

Leistungen einer Katzen-Vollversicherung

Eine Katzenversicherung in Form einer Vollversicherung schließt nicht nur operative Eingriffe und damit verbundene Klinikaufenthalte sowie Nachbehandlungen, sondern auch die normale tierärztliche Versorgung mit ein. Selbst ambulante Behandlungen kleiner Verletzungen werden von einer entsprechenden Katzenversicherung meist in vollem Umfang abgedeckt.

Dennoch gibt es auch hier einige Unterschiede, denn der individuelle Leistungsumfang hängt von der jeweiligen Police ab. Gerade im Bereich der Vollversicherungen lohnt sich ein detaillierter Vergleich. Manche Tarife übernehmen die Kosten für sämtliche ambulante und stationäre Behandlungen in beliebiger Höhe, andere nur bis zu einer vertraglich festgelegten Deckungssumme.

Dazu kommt, dass einige Versicherungen auch die Kosten für Vorsorgemaßnahmen übernehmen. Zu beachten ist, dass die finanziellen Grenzen in dem Fall meist recht niedrige angesetzt sind und sich auf 40 bis 100 Euro belaufen. In der Regel reicht der Betrag jedoch, um deine Katze ein- bis zweimal pro Jahr untersuchen, impfen oder von Parasiten befreien zu lassen. 

Katzen Versicherung

Kosten einer Katzenversicherung

Wie bei allen Versicherungen hängen auch die Kosten einer Katzenversicherungvom jeweiligen Leistungsumfang ab. Meist haben entsprechende Anbieter nicht nur einen Tarif, sondern gleich mehrere im Angebot. Wie hoch die monatlichen Kosten tatsächlich ausfallen, hängt jedoch nicht nur von den vertraglichen Leistungen, sondern auch vom Alter, der Rasse und der Haltung der Katze ab.

Besitzt Du eine hochgezüchtete Rassekatze, musst Du im Vergleich zu einer Mischlingskatze meist mit höheren Beiträgen rechnen. Ähnlich verhält es sich bei Freigänger- und Wohnungskatzen. Der Beitrag für Freigänger fällt in der Regel höher aus, da ein erhöhtes Verletzungs- und Erkrankungsrisiko besteht.

Um etwas Geld zu sparen, empfiehlt es sich außerdem, die Krankenversicherung Katze möglichst frühzeitig abzuschließen. Für ältere Katzen zahlst Du generell mehr als für jüngere Katzen, da auch hier ein höheres Erkrankungsrisiko vorliegt. Dazu kommt, dass manche Anbieter keine älteren Katzen mehr aufnehmen, meist besteht eine klar definierte Altersgrenze. 

Im günstigsten Fall kostet dich eine reine OP-Versicherung knapp 10 Euro, eine Vollversicherung knapp 16 Euro. Bedenke allerdings, dass extrem günstige Tarife nicht immer die beste Wahl sind.

Eine billige Katzenversicherung weist in der Regel nur eine geringe Deckungssumme auf, so dass Du dich für gewöhnlich noch selbst beteiligen musst. Auch Zusatzleistungen und nützliche Vorsorgeuntersuchungen sind nicht immer im Leistungsumfang enthalten, weshalb Du dich vor Vertragsabschluss unbedingt detailliert mit dem Tarif deiner Wahl auseinandersetzen solltest. 

Krankenversicherung Katze - So triffst Du die richtige Wahl

Die Frage, welche Katzenkrankenversicherung sich für dich und deine Katze am besten eignet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Versicherungsanbieter wie AGILA, Uelzener oder Helvetia haben sich auf Tierversicherungen spezialisiert, weshalb es sich lohnen kann, die individuellen Tarife bei den Anbietern selbst zu erfragen.

Des Weiteren hast Du die Möglichkeit, einen Online-Vergleichsrechner zu nutzen, der verschiedene Versicherungen miteinander vergleicht und dir die günstigsten Tarife zeigt. Möchtest Du auf Nummer sicher gehen, empfiehlt es sich hingegen, einen passenden Versicherungsmakler zu beauftragen.

Schließt Du zum ersten mal eine Versicherung ab und fühlst dich von dem großen Angebot erschlagen, kann es außerdem hilfreich sein, deinen Tierarzt oder andere Katzenbesitzer um Rat zu fragen. 

Fazit und Zusammenfassung - Versicherung Katze immer sinnvoll?

Ob der Abschluss einer Katzen Versicherung sinnvoll ist, ist nicht zuletzt auch eine Gewissensfrage. Entscheidest Du dich für eine Katzenversicherung, am besten mit möglichst hohem Leistungsumfang, kannst Du sicher sein, dass im Notfall für alles gesorgt ist und Du deinem Tier die bestmögliche Behandlung ermöglichst.

Ein weiteres Argument, das für den Abschluss einer Katzenkrankenversicherung spricht, ist, dass Krankenversicherungen für Katzen eine unheimlich hohe Schadensquote von 89,1 % aufweisen (AGILA Tierkrankenversicherung Statistik).

Daraus lässt sich schließen, dass eine entsprechende Versicherung für die meisten Katzenhalter eher einen Gewinn als einen Verlust darstellt. Tatsache ist auch, dass viele Katzenbesitzer mit dem Abschluss ein echtes "Schnäppchen" gemacht haben, da die Krankheits- und OP-Kosten die monatlich eingezahlten Kosten bei weitem überstiegen haben. 

Betrachtest Du deine Katze als eine Art Familienmitglied, solltest Du dir die Frage stellen, ob Du die Versicherung deines Partners oder Kindes auch in Frage stellen würdest. Natürlich kommt es aber auch immer darauf an, wie Du finanziell aufgestellt bist und ob Du dir eine Katzenversicherung überhaupt leisten kannst.

Angesichts dessen, dass dich manche Tarife gerade einmal 7 bis 10 Euro im Monat kosten und sämtliche notwendige Operationen abdecken, kann sich allerdings fast jedermann zumindest eine OP-Versicherung leisten.

Ob Du die Versicherung letztendlich in Anspruch nehmen musst oder die Beiträge umsonst eingezahlt hast, bleibt wie beim Menschen unvorhersehbar. Klar ist allerdings, dass Du bereits mit sehr günstigen Tarifen ein großes finanzielles Notfall-Polster erhältst und die Gesundheit deines Tieres bestmöglich absicherst.

>